Kursaufbau und Ziele

Dieses Curriculum beinhaltet acht Termine zu je 2 Tagen, bzw. 2  3/4 Tagen in Modul VII (insgesamt 128 UE) mit je 2 oder 4 Stunden Supervision eigener Fälle (insgesamt 24 UE) sowie Treffen von Intervisionsgruppen zum Einüben und Vertiefen des Gelernten zwischen den einzelnen Einheiten.

Die Teilnahme  an allen 8 Fortbildungseinheiten  ist Voraussetzung für die Zertifizierung in Trauma-Fachberatung / Traumapädagogik und beinhaltet ein Abschlusskolloquium analog den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Psychotraumatologie, Bundesarbeitsgemeinschaft Traumapädagogik  (DeGPT, BAG /TP).
Das Abschlusscolloquium findet in Modul  VIII.  statt und umfasst:

1. die schriftliche Dokumentation von zwei traumaspezifischen Interventionen, die im Kurs gelernt und im jeweiligen beruflichen Alltag umgesetzt wurden, sowie die mündliche Darstellung einer Intervention.

2. die schriftliche Ausarbeitung und mündliche Darstellung eines traumaspezifischen theoretischen Beitrags, eines Buchs, Artikels o.ä.

Gesamtkosten: 2200,00€

 I.  Theoretische Grundlagen traumazentrierter Fachberatung

  • Geschichte des Traumakonzeptes
  • Traumadefinition und Traumaverarbeitung
  • Akute und chronische Folgen psychischer Traumatisierung
  • Diagnostik von Traumafolgeerkrankungen und Komorbiditäten
  • Schutz und Risikofaktoren
  • Neurobiolgie der Traumaverarbeitung
  • Grundlagen traumazentrierter Gesprächsführung, Beziehungsaufbau und Prozessgestaltung
  • Übungen und Selbsterfahrung in Kleingruppen von Techniken zur psychischen Stabilisierung

II. Techniken zur Stabilisierung und Affektregulation

  • Phasenmodell traumazentrierter Beratung, Pädagogik und Therapie
  • die Ebenen der Stabilisierung: Körperliche, körperliche, soziale und psychische Stabilisierung
  • Imaginativ-hypnotherapeutische Techniken zur Selbstberuhigung, Distanzierung und Ich-Stärkung
  • Ressourcenorientierung und Lösungsorientierte Fragen
  • Dissoziative Störungen, Ego-State-Arbeit und >>Innere-Kind-Arbeit<< im Beratungskontext
  • Reorientierung und Dissoziationsstop
  • Übungen und Selbsterfahrung in Kleingruppen von Techniken zur psychsichen Stabilisierung

III. Überlick über die Beratung und Behandlung akuter  Traumatisierung und Krisenintervention

  • Erscheinungsbilder akuter Traumatisierung
  • Umgang mit Phänomenen akuter Belastungsstörungen
  • Traumaspezifische Kriseninterventionen bei dissoziativen Zuständen, selbstschädigendem und suizidalem Verhalten
  • Unterstützung und Begleitung spontaner Traumaverarbeitungsprozesse ( imaginativ, kognitiv, sozialarbeiterisch, pädagogisch)
  • Interventionen zur Verhinderung von Folgetraumatisierung
  • Debriefing als Methode der Traumaprohhylaxe?
  • Psychoedukation
  • Sekundäre Traumatisierung
  • Selbstfürsorge und Burnoutprohylaxe
  • Übungen und Selbsterfahrung in Kleingruppen von Techniken zur psychsichen Stabilisierung

IV. Bindung und Traumapädagogik

  • Kindheitstraumata, traumatisierende Beziehungsmuster
  • Auswirkung frühester Traumata auf die Strukturbildung
  • Bindungsstörungen und ihre Auswirkung im beratenden und pädagogischen Kontext
  • Neurobiologie der Bindungstraumtisierung
  • Traumabedingte Übertragungs-und Gegenübertragungsreaktionen
  • Beobachtendes Reflektieren statt reflexhaftes Agieren
  • Konzept, Arbeitsfelder und Methoden der Traumapädagogik
  • Grundlegende Unterschiede der Traumaverarbeitung bei Kindern und Erwachsenen
  • Stablisisierung für Kinder und Jugendliche
  • Ressourcenorientiertes Arbeiten mit Bezugspersonen
  • Übungen und Selbsterfahrung in Kleingruppen von Techniken zur psychsichen Stabilisierung

V. Begleitung während der Traumaverarbeitung und Integration

  • Überblick zu traumaspezifischen Behandlungsverfahren (EMDR, Beobachter- und Screentechnik, PITT, kognitiv-verhaltenstherapeutische Ansätze, DBT)
  • Unterschiede der Traumaarbeit in Psychotherapie und Beratung 
  • Bildschirmtechnik zum Ressourcenaufbau und Flashback-Stop
  • Das „innere Kind“: Ressourcenorientierte Arbeit auf der inneren Bühne
  • Begleitung im Prozess der Integration und Neuorientierung: Trauern und Abschiednehmen

VI.  Ressourcenarbeit, Teilearbeit, Selbsterfahrung

  • Bedeutung und Beispiele sozialer Stabilisierung: Unterbrechen von Täterkontakt und Traumaquellen, Mobilisierung ökonomischer und sozialer Ressourcen, soziale Netzwerkarbeit, gesetzliche Grundlagen wie Opferschutz u.a.
  • Supervision eigener Fälle mit dem Focus auf Selbst- und Fremdüberforderung von Beratern im Beratungsauftrag
  • Erspüren eigener Traumatrigger
  • Zusammenhänge Erkennen zwischen eigenen Traumaerfahrungen und misslungenen Beratungsergebnissen
  • Selbstwahrnehmung – Selbstkontrolle – Selbstwirksamkeit als pädagogisches Grundprinzip für die eigene Entwicklung und die Förderplanung und Resilienzentwicklung der Klienten
  • Liste positiver Life-Events, Ressourceninstallation für Helfer

VII. Teilearbeit, Interkulturelles und Sucht

  • Weiterführende Teilearbeit-Modelle: Arbeit mit sog. „Täterintrojekten“, inneren Störenfrieden und Verfolgern
  •  Systemische Aspekte der Traumatherapie- und beratung
  • Trauma und Verlust – Traumatische Trauer, Trauer bei Kindern
  • Trauma und Suchtentwicklung
  • Team-Arbeitsdynamiken
  • Interkulturelle und Gender-spezifische Besonderheiten bei Traumatisierung

VIII. Die Behandlungsplanung und deren Einordnung in die eigene alltägliche Beratungs- bzw. pädagogische Arbeit

Abschlusscolloquium

  • Wiederholung der wesentlichen Elemente der Weiterbildung anhand der jeweiligen persönlichen Berufspraxis
  • Vorstellung eines theoretischen Beitrags zur Beratungstätigkeit in Vortragsform
  • Vorstellung einer Fallvignette zu einer gelungenen Beratungssequenz aus der alltäglichen Beratungs- bzw. pädagogischen Arbeit
  • Reflexion der neuen Möglichkeiten der eigenen Beratungskompetenz 
  • Gesprächsführung mit traumatisierten Menschen im jeweiligen professionellen Rahmen
  • Begleitung und Beratung traumatisierter Menschen
  • Anleitung von ressourcenorientierten Stabilisierungsübungen

Dr. Ulrike Beckrath-Wilking
Dipl. Soz.Päd. Marlene Biberacher
Dipl. Psych. Volker Dittmar

Anmeldung zur Weiterbildung Traumafachberatung- Traumapädagogik

Tel./FAX: 089-45237806
E-Mail: info@trauma-institut.net

Bitte wählen Sie hier das gewünschte Seminar aus, zu dem Sie sich verbindlich anmelden wollen, mit Ihrer Anmeldung bestätigen Sie, dass Sie die AGB akzeptieren*

Name, Vorname*

Institution

Adresse

Telefon

Email*

Ihre Nachricht

Die mit * gekennzeichneten Felder sind Pflichtfelder.

Die Anmeldung ist verbindlich mit der Anmeldebestätigung des TIS.
Bei Abmeldung bis 2 Wochen vor dem Beginn der Veranstaltung wird eine Bearbeitungsgebühr von 30,00 € einbehalten. Danach ist, auch bei kurzfristiger Erkrankung, der komplette Betrag fällig. Die Anmeldung ist ausschließlich für das ausgewählte Seminar gültig. Bitte beachten Sie, dass keine Hunde zu den Seminaren mitgebracht werden dürfen.

Bankverbindung

Sparkasse Freising
Kto. 25343773
BLZ 70051003

IBAN: DE 19 7005 1003 0025 3437 73
für Traumafachberatung

Bankverbindung

Sparkasse Freising
Kto. 25420191
BLZ 70051003

IBAN: DE20 7005 1003 0025 4201 91
SWIFT-BIC: BYLDEM 1FSI
für Seminare und Fortbildungen