Traumapädagogik und Traumazentrierter Fachberatung – Kurs 1 Stuttgart (2019/2020)

Trama Institut Keyvisual

Auf traumatisierte Menschen treffen wir in vielen Arbeitsfeldern des psychosozialen Bereichs.

Das Curriculum Traumazentrierte Fachberatung/ Traumapädagogik macht die Teilnehmer/innen mit den Grundlagen und Konzepten der Psychotraumatologie, Traumaberatung und –behandlung, Traumapädagogik, Bindungsforschung und Neurobiologie vertraut, die dem neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisstand entsprechen.

Neben der Vermittlung theoretischen Wissens wird anhand praxisbezogener Beispiele, Demonstrationen und Übungen eine ressourcenorientierte Haltung in Beratung und Therapie erlernt.
In den ersten vier Modulen stehen Theoretische Grundlagen traumazentrierter Fachberatung, Techniken zur Stabilisierung und Affektregulation, Umgang mit akuter Traumatisierung und Krisenintervention sowie Bindung und Traumapädagogik im Vordergrund.

In den folgenden 6 bzw 8 Modulen erfolgt die Vertiefung mit der Anleitung zur Arbeit mit Ego-States/“Innere-Kind-Arbeit“, der Ressourcenaktivierung mit der Screentechnik sowie einem ausführlichen Überblick über traumaspezifische Behandlungsverfahren.

Abgeschlossen wird die Weiterbildung mit einem Kolloquium, in dem die neu gelernten Inhalte in einer Fallvignette aus der eigenen Beratungs-/Arbeitstätigkeit vorgestellt werden.

Zielgruppen und Teilnahmevoraussetzungen:

Für die Zertifizierung nach den Empfehlungen der DeGPT und BAG Traumapädagogik sind die folgenden Aufnahmebedingungen zu erfüllen:

Hochschul-und FachhochschulabsolventInnen mit psychologischen, pädagogischen und verwandten Abschlüssen, z. B. Dipl. Psychologinnen und Ärztinnen ohne psychotherapeutische Approbation, Dipl. -Pädagoginnen, Dipl. -Sozialarbeiterinnen und Dipl.-Sozialpädagoginnen, Dipl.-HeilpädagogInnen, BeratungslehrerInnen, Dipl.-Theologinnen, Dipl.-Soziologinnen, oder analoge
Abschlüsse ( BA, MA), oder abgeschlossene Berufsausbildung (Fachschulen) sozialadministrativer, erzieherischer, oder pflegerischer Berufe (insbesondere Erzieherinnen, Pflegefachkräfte, Ergotherapeutinnen, Logopädinnen)
Gefordert ist des Weiteren eine mindestens dreijährige Berufserfahrung in einem relevanten Praxisfeld für alle Berufsgruppen.

In Kooperation mit

Hospitalhof Stuttgart · Evangelisches Bildungszentrum

Das Wichtigste auf einen Blick:

Umfang: 10 Termine, es muss gewählt werden ob der Abschluss in Traumafachberatung oder Traumapädagogik gewünscht ist.

Wer beide Abschlüsse machen möchte, muss 12 Termine buchen.

Veranstaltungsort: Evang. Bildungszentrum Hospitalhof

Büchsenstr. 33, 70714 Stuttgart

Dozenten: Dipl. Soz.Päd. Marlene Biberacher, Dipl. Psych. Volker Dittmar
Gesamtkosten: der Preis beträgt 2750,00€ für einen Abschuss, 3300,00€ für beide Abschlüsse (Ratenzahlung möglich)
Kurszeiten: Jeweils 09:30 – 17 Uhr

Sie können nach Rücksprache mit uns auch dann am Fortbildungscurriculum teilnehmen, wenn Sie diese Bedingungen nicht oder nur teilweise erfüllen. Sie erhalten dann ein Zertifikat auf dem dies zusätzlich vermerkt ist.

Das Curriculum des Trauma Institut Süddeutschland (TIS) ist zertifiziert durch die DeGPT /FVTP.

Die Zusatzqualifikation in:
„Traumapädagogik oder Traumazentrierte Fachberatung (DeGPT/ FVTP)“, kann mit dem Curriculum erworben werden.

Für den Abschluss Traumapädagogik  VIII b und  IX b  wählen

Für den Abschluss Traumaberatung VIII a  und IX a wählen

Die Teilnahme während der gesamten Unterrichtszeit  in allen Modulen (I- X), die schriftliche Ausarbeitung einer Intervention, sowie eine Projektvorstellung ( beispielsweise eine Stabilisierungsgruppe) und eines Theorieteils, sowie einer Interventionsdarstellung und Theoriearbeit in Modul X, ist die Voraussetzung für den Erhalt der Zertifizierung.

Nach jedem Modul erhalten Sie eine schriftliche Teilnahmebestätigung.

Sie können alle Fortbildungseinheiten auch ohne Abschlusskolloquium und ohne Zertifizierung besuchen, Sie erhalten dafür eine Teilnahmebestätigung.

Die Weiterbildung setzt ausreichend psychische Stabilität der Teilnehmer und Teilnehmerinnen voraus, da die Inhalte Triggern und belasten können, sie ersetzt keine Traumatherapie.

Die Bereitschaft eigene Traumatrigger in Modul VI zu erspüren, setzen wir voraus.

In allen Modulen legen wir Wert auf Übungen in Kleingruppen um Vertrauen und Sicherheit in die erlernten Methoden zu vertiefen, dies wirkt sich auf die Umsetzbarkeit der Inhalte in die jeweilige eigene Praxis aus.

Die Einhaltung der Schweigepflicht ist für alle Teilnehmer verbindlich.

Bei Einfachabschluss

Voraussetzung für die Zertifizierung ist eine Projektvorstellung und eine anonymisierte Fallvorstellung (beides jeweils mündlich und schriftlich).
Die schriftliche Dokumentation der Fallvorstellungen und Projekte ist entlang eines von den Instituten vorgegebenen Schemas vorzunehmen.
• Die Fallvorstellung und das Projekt der KandidatInnen sind durch ein Originaldokument zu belegen (z. B. Video- oder Tonbandaufnahme, Zeichnungen, Tagebuchnotizen o. Ä. der KlientInnen).

Bei Doppelabschluss

Identisch mit Einfachabschluss,
aber: Als Voraussetzung für die Zertifizierung kann in diesem Fall das Projekt für den zweiten Schwerpunkt entfallen. Es muss jedoch eine umfangreiche Falldarstellung angefertigt werden, die dem Setting des zusätzlichen Weiterbildungsschwerpunktes entspricht (ebenfalls schriftlich und mündlich entlang eines Schemas und durch Originaldokumente belegt).

Hinsichtlich des Zertifikates, das TeilnehmerInnen am Ende der Weiterbildung erhalten, gelten folgende Regelungen:

1) TeilnehmerInnen, die einen Einzelabschluss erwerben (im Schwerpunkt TP oder TZFB), erhalten ein Zertifikat, in dem dieser Schwerpunkt ausgewiesen ist, also entweder:
Traumapädagogik und Traumazentrierte Fachberatung, Schwerpunkt Traumapädagogik (DeGPT/FVTP) oder
Traumapädagogik und Traumazentrierte Fachberatung, Schwerpunkt Traumazentrierte Fachberatung (DeGPT/FVTP).

Es ist die weiter oben genannte Prüfungsleistung für einen Einzelabschluss zu erbringen.

2) Bei TeilnehmerInnen, die zunächst einen Einzelabschluss erwerben (im Schwerpunkt TP oder TZFB) und die danach den zweiten Einzelabschluss im anderen Schwerpunkt anstreben, wird die Urkunde des Einzelabschlusses gegen die des Doppelabschlusses ausgetauscht (beide Schwerpunkte sind in einer Abschlussurkunde dokumentiert). Für den Zertifikatserwerb ist die weiter oben genannte, gesonderte Prüfungsleistung für den Doppelabschluss zu erbringen.

3) TeilnehmerInnen, die zunächst einen Einzelabschluss erwerben (im Schwerpunkt TP oder TZFB), danach den zweiten Einzelabschluss im anderen Schwerpunkt anstreben und die hierzu ausdrücklich zwei getrennte Zertifikate wünschen (also kein Zertifikat, das beide Abschlüsse gemeinsam ausweist), müssen in jedem der beiden Schwerpunkte die volle Prüfungsleistung erbringen, d. h. die weiter oben beschriebene, gesonderte Prüfungsleistung für den Doppelabschluss gilt in diesem Falle nicht.

4) TeilnehmerInnen, die ein sog. integriertes Curriculum absolvieren, das beide Einzelabschlüsse zugleich beinhaltet (Schwerpunkt TP und Schwerpunkt TZFB), erhalten am Ende der Weiterbildung ein Zertifikat, das diesen Doppelabschluss dokumentiert (beide Schwerpunkte sind in einer Abschlussurkunde niedergelegt). Für den Zertifikatserwerb ist die weiter oben genannte, gesonderte Prüfungsleistung für den Doppelabschluss zu erbringen.

Die Fortbildungseinheiten

Fortbildungseinheit jeweils 9:30-17:00h Datum Dozent Besonderheiten
Grundlagen Traumafachberatung und Traumapädagogik
I. Theoretische Grundlagen traumazentrierter Fachberatung 01.-02.02.2019 Volker Dittmar
II. Techniken zur Stabilisierung und Affektregulation 15.-16.03.2019 Volker Dittmar
III. Akute Traumatisierung und Krisenintervention 29.-30.04.2019 Marlene Biberacher
IV. Bindung und Traumapädagogik 21.-22.05.2019 Marlene Biberacher
Die Module I – IV sind auch als Grundmodul Traumafachberatung und Traumapädagogik einzeln buchbar. zur Anmeldung
Vertiefung
V. Begleitung während der Traumaverarbeitung und Integration 11.-12.07.2019 Volker Dittmar
VI. Eigene Betroffenheit und Ressourcenarbeit 16.-17.09.2019 Volker Dittmar
VII. Teilearbeit, Traumatische Trauer, Interkulturelle Aspekte 21.-22.10.2019 Marlene Biberacher
VIII a. Traumazentrierte Fachberatung 08.-09.11.2019 Volker Dittmar Abschluss in Traumaberatung
VIII b. Traumapädagogik 02.-03.12.2019 Marlene Biberacher Abschluss in Traumapädagogik
IX a. Traumazentrierte Fachberatung 24.-25.01.2020 Volker Dittmar Abschluss in Traumaberatung
IX b. Traumapädagogik 17.-18.02.2020 Marlene Biberacher Abschluss in Traumapädagogik
X. Die Behandlungsplanung und deren Einordnung in die eigene
alltägliche Beratungs- bzw. pädagogische Arbeit, Abschlusskolloquium
12.-13.03.2020 Marlene Biberacher & Volker Dittmar

Anmeldung zur Weiterbildung Traumafachberatung- Traumapädagogik

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Ihre Dozentinnen und Dozenten

Marlene Biberacher

Traumafachberaterin, (DeGPT-/FVTP) Dozentin, Seminare, Vorträge und Supervision, Beratungspraxis in Eching,war langjährig als Sozialpädagogin beim Evangelischen Beratungsdienst für Frauen tätig.

www.traumaberatung-marlene-biberacher.de, ‚mail@traumaberatung-marlene-biberacher.de‘

Volker Dittmar

Als Diplom-Psychologe und Psychologischer Psychotherapeut tätig in der Psychiatrischen Tagesklinik der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie der Universität Regensburg am Bezirksklinikum Traumatherapeut, Supervisor, NLP-Lehrtrainer (DVNLP), Dozent seit vielen Jahren für Traumatherapie, Gruppentherapie und Gesprächsführung, Buchautor.

Anmeldung zur Weiterbildung Traumafachberatung- Traumapädagogik

Eine Anmeldung ist direkt bei unserem Partner Hospitalhof Stuttgart · Evangelisches Bildungszentrum möglich.

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Hilfe und weitere Unterstützung

Bei Fragen helfen wir Ihnen gerne persönlich weiter. Nutzen Sie dafür bitte das Kontaktformular oder die unten genannten Kontaktmöglichkeiten:

info@trauma-institut.net
+49 (0) 89-45 237 806