Ego-State-Therapie zur Behandlung von Traumafolgestörungen (Spezialseminar)

Leitung:  Dr. Dipl. Psych.  Kai Fritzsche

 

Fr. + Sa.,  26.07. + 27.07.2013   (jew. 10.00 bis 18.00 h, je 8 UE)

 

Ort:           Katholischer Männer Fürsorge Verein, Pilgersheimerstr. 9-11, 81543 München

 

Kosten:     320,- €  

 

Inhalt:  Der Schwerpunkt dieses Seminars besteht aus der Arbeit mit traumatisierten Ego-States, also Ego-States, die auf Grund von traumatisierenden Erlebnissen entstanden sind. Traumatherapeutische Aspekte der Ego-State-Therapie werden vertieft. Die Vorbereitung der Arbeit mit traumatisierten Ego-States sowie die Möglichkeiten der eigentlichen Arbeit mit ihnen werden im Seminar vermittelt. Hier steht die Schaffung eines sicheren Zugangs im Vordergrund. Dabei bilden die Stabilität, Belastbarkeit und Würde der PatienntInnen die wichtigsten Kriterien. Das Potential dieser Arbeit sowie die Risiken werden hervorgehoben. 

Das Durcharbeiten traumatischer Ereignisse bildet den zweiten Schwerpunkt und wird ausführlich thematisiert. Das BASK-Modell als konzeptionelle Grundlage des Durcharbeitens wird vorgestellt und diskutiert. Dabei sollen die Fragen nach dem Sinn und Unsinn des Durcharbeitens Raum erhalten. Die therapeutischen Vorgehensweisen sind eng mit den Konzepten und Interventionen der Grundausbildungsseminare  verbunden und stützen sich darauf. Im Spezialseminar werden zusätzliche Interventionen, wie das Einbeziehen von Metaphern, die Arbeit mit inneren BeobachterInnen und die Nutzung dissoziativer Symptome vorgestellt.

Methoden: Im Seminar wird den TeilnehmerInnen ein Einblick in die theoretischen Ansätze, die Methoden und Behandlungsstrategien der Arbeit mit traumatisierten Ego-States praxisnah und abwechslungsreich vermittelt. Durch Demonstrationen, Übungen und Diskussionen wird ein vielfältiger Zugang geschaffen. Im Rahmen des Seminares können sich die TeilnehmeInnen auch mit eigenen belastenden Lebensereignissen auseinandersetzen. Das Seminar wird die Möglichkeit bieten, erste Schritte dieser Thematik unmittelbar anzuwenden, also in die eigene psychotherapeutische Arbeit einzuflechten.

Literatur:

Fritzsche, K. & W. Hartman (2010): Einführung in die Ego-State-Therapie. Heidelberg (Carl-Auer).

Fritzsche, K. (2013): Praxis der Ego-State-Therapie. Heidelberg (Carl-Auer).

 

Dr. phil. Dipl.-Psych. Kai Fritzsche arbeitet als Psychologischer Psychotherapeut in eigener Praxis in Berlin. Er ist zertifizierter Trainer für Ego-State-Therapie, Mitbegründer des INSTITUTS FÜR KLINISCHE HYPNOSE UND EGO-STATE-THERAPIE (IfHE) sowie Sprecher der Ego-State-Therapie Arbeitsgemeinschaft Deutschland (EST-A).

In seiner Promotion befasste er sich mit den Entstehungsmechanismen und Behandlungsmöglichkeiten von Phantomschmerzen. Seine psychotherapeutische Ausbildung umfasst: Klinische Hypnose (M.E.G.), Grundausbildung in Gesprächs-psychotherapie, Verhaltenstherapie, Spezielle Psychotraumatherapie (DeGPT), NLP-Health

Certification Training, EMDR, Ego-State-Therapie und Energetische Psychotherapie. Er arbeitet als Lehrbeauftragter und Selbsterfahrungsleiter für verschiedene Ausbildungs-institute. Seine Behandlungsschwerpunkte sind Patienten mit Posttraumatischen Belastungsstörungen und Dissoziativen Störungen sowie Patienten mit Leistungsstörungen. Kai Fritzsche stellt die Ego-State-Therapie auf verschiedenen nationalen und internationalen Kongressen vor. Er organisiert Ausbildungsseminare und Supervisionsveranstaltungen für Ego-State-Therapie.

Das Seminar ist als Fortgeschrittenenseminar Bestandteil des Curriculums Ego-State-Therapie (ESTA).

Ein weiterer Ego – State – Therapie- Einführungskurs mit  Dr. W. Hartman wird vom 15.06.-17.06.13 (3 Tage) plus ein EST-Gruppen-Supervisionstag am 14.06.13 stattfinden,  ein weiterer Ego – State – Therapie- Aufbaukurs findet  statt

vom 21.10.-23.10.13 plus ein EST-Gruppen-Supervisionstag am 24.10.13.

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